Boehmer Altenheimbetriebe

MRSA

MRSA in Alten- und Pflegeheimen

Die Operation 

Dr. med. Dagmar Heck, Ringvorlesung gsk-med.
MRSA (Methicillin(Oxacillin-resistente und mehrfachresistente S. aureus) sind seit den sechziger Jahren in steigendem Maße weltweit gefürchtete Erreger von Krankenhausinfektionen. Mittlerweile wird aber auch in zunehmendem Maße über das Auftreten von MRSA in Alten- und Pflegeheimen (Heimen) berichtet. Bewohner dieser Heime besitzen eine Reihe von Dispositionen für eine Besiedlung mit S. aureus. Durch häufige Krankenhausaufenthalte der Heimbewohner besteht die Gefahr des Reservoirs für epidemische MRSA in diesen Einrichtungen und der wiederkehrenden Einschleppung dieser Erreger in die Krankenhäuser.

 

Visite am Krankenbett 

In Deutschland beobachtet man seit einigen Jahren, dass die "klassischen" Epidemiestämme mit ausgeprägter Mehrfachresistenz, die bislang nur in Krankenhäusern beobachtet wurden, abnehmen und zunehmend "neuartige" Epidemiestämme mit "schmalem" Resistenztyp auftreten. Diese neuartigen MRSA gehören zu klonalen Gruppen aus S. aureas, die als Methicillin-sensible Besiedler beim Menschen häufig sind
und auch außerhalb der Krankenhäuser auftreten.

 

Zweifel beseitigen 

Um so mehr ist es deshalb wichtig, rechtzeitig die Verbreitung von MRSA in Ambulanzen und Heimen zu erkennen.
In Deutschland ist dieses Problem dadurch gekennzeichnet, dass es vermehrt zu Schwierigkeiten bei der Rückverlegung von Patienten in Heime kommt, aber auch im umgekehrten Falle sind Aufnahmen mit Schwierigkeiten verbunden. Diese Verfahrensweisen sind durch Unerfahrenheit und Unsicherheit im Umgang mit MRSA besiedelten und/oder infizierten Bewohnern bzw. Patienten besonders von Seiten der Pflegeeinrichtungen begründet.

 

Zufriedenheit im Krankenhaus 

Diese ersten Ergebnisse ergaben bei der Untersuchung von 1.342 Bewohnern aus 31 Heimen von 4 Bundesländern eine Prävalenz von MRSA von 2,4 %. Das zeigt, dass insgesamt gesehen Auftreten und Verbreitung bei Heimbewohnern in Deutschland noch vergleichsweise selten sind. Infektionen mit MRSA traten nicht auf. In 32 Wundgebieten wurden - auch bei MRSA-Trägern - in keinem Falle MRSA
nachgewiesen. Weitere dahingehende Studien sind vielerorts in Deutschland in Erarbeitung.

 

regelmäßiger Arztbesuch 

Da bislang im deutschsprachigen Raum noch keinerlei repräsentative Daten vorlagen, führte das Robert-Koch-Institut (RKI) 1999 eine überregionale Studie zur MRSA Besiedlung von Heimbewohnern durch.
Aus internationaleren Berichten geht hervor, dass die Epidemiologie der MRSA besonders an große Heime, die mit Krankenhäusern der Maximalversorgung zusammenarbeiten, gekoppelt ist. So wurde auch in der Studie des RKI in einem Heim,das einem Krankenhaus direkt angeschlossen war, eine Besiedlungshäufigkeit von 11 % registriert. Die in diesem Heim gefundenen MRSA-Epidemietypen waren in dem angrenzenden Krankenhaus ebenfalls aufgetreten. Neben dem häufigen wechselseitigen Patiententransfer zwischen beiden Einrichtungen war in diesem Falle ein weiterer begünstigender Faktor ein hoher Anteil von >50 % von Bewohnern mit der Pflegestufe III.
In der Literatur fanden sich mehrfach Hinweise, die besagen, dass Pflegeheimpatienten mehr MRSA in die Krankenhäuser einschleppen als umgekehrt.

Deshalb wurde in die"Empfehlungen zur Prävention und Kontrolle von MRSA in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen"vom RKI auch ein Screening von Patienten aus Pflegeheimen bei Krankenhausaufnahme empfohlen.

 

 






(C) 2011 - Alle Rechte vorbehalten  |  

Impressum

  |  

Kontakt

  |  

Heimplatzanfrage

  |  

Newsletter anfordern

  |  

Disclaimer

  |