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Führungsstil ist Nebensache
Der Führungsstil ist Nebensache
Autor: Professor Fredmund Malik
Die Führungsstil-Problematik gehört zu den am meisten diskutierten Fragen der letzten 30 Jahre. Auf kaum einem anderen Gebiet wurde so viel empirische Forschung betrieben, und es gibt vermutlich keine Führungskraft, die sich mit diesem Thema nicht schon beschäftigt hätte. Es ist ein Standardthema jeder Führungsausbildung, weil alle es für wichtig halten.
Im Gegensatz dazu halte ich es für ziemlich unwichtig. Für diese zum Mainstream gänzlich konträre Auffassung habe ich zwei Gründe. Erstens gibt es keine Korrelation zwischen Stil und Ergebnissen. Ich kenne Führungskräfte, die einen sehr kooperativen Führungsstil pflegen und gleichzeitig ausgezeichnete Resultate vorlegen können.Dass dies eine optimale Situation darstellt, ist klar und braucht nicht weiter kommuniziert zu werden. Andererseits gibt es Führungskräfte, die autoritär führen und miserable Ergebnisse haben. Diese Situation ist auch klar, denn sie ist untragbar. Von solchen Leuten muss man sich trennen.
Diese beiden Varianten geben keinen Anlass zu Diskussionen. So einfach liegen die Dinge abe meistens nicht. Ich kenne auch Leute, die sehr kooperativ führen, sehr angenehm und kultiviert sind und mit denen ich jederzeit sehr gerne in den Urlaub fahren würde - nur haben sie leider nie Resultate. Das gibt in meiner Beurteilung zwar nicht zwei, wohl aber ein Minus. Und dann kenne ich Manager, die sehr direktiv und ziemlich strikt führen und daher landläufig als autoritär gelten. Aber sie können Ergebnisse vorweisen - und dies ergibt auf meiner Skala zwar nicht zwei, aber doch ein Plus. Vor diese beiden Varianten gestellt, entscheide ich mich für den zweiten Typus. Was zählt, sind die Ergebnissse und nicht der Stil. Management ist der Beruf des Resultate-Erzielens. Wenn es auf kooperativem Wege geht, umso besser. Wenn nicht, dann müssen die Resultate höher gewichtet werden als der Stil.
Es darf und muss hier erwähnt werden, daß der Webmaster ein großer Anhänger der Lehren des Prof. Malik ist, auch wenn dieser oft als Oberlehrer gilt.
