Fehler und wie stehen wir dazu?
Darf man Fehler machen?
Darf man Fehler machen ?
Fehler kommen vor, das ist klar. Viele Unternehmen zeigen jedoch eine erstaunliche "Fehlertoleranz". Wirtschaftsexperten der Hochschule St. Gallen erklären einige Grundregeln um Fehler zu vermeiden und Risiken zu minimieren.
In praktisch allen Unternehmungen trifft man eine bemerkenswert positive Haltung zu Fehlern an. In immer mehr personalpolitischen Dokumenten und Führungsgrundsätzen findet sich ein Grundsatz in die Richtung, daß Fehler gemacht werden dürfen.
Man ist also in bester Gesellschaft, wenn man diese Philosophie vertritt, man glaubt, damit einer besonders guten, zeitgemäßen, progressiven und vor allem der Komplexität von Wirtschaft und Gesellschaft angemessenen Art von Management das Wort zu reden.
Mit dieser Philosophie ist man modern und fortschrittlich - und liegt doch so falsch.
Fehler kommen vor, das ist klar. Sie werden immer vorkommen, mit oder ohne Computer, Telekommunikation und High-Tech. Aber man kann doch die Leute nicht noch dazu ermuntern und nachgerade auffordern, Fehler zu machen. Es gibt doch einen erheblichen Unterschied zwischen "mit Fehlern muß man rechnen, weil sie eben immer wieder passieren" und "Fehler darf man machen".
Die Regeln lauten!
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Fehler darf man nicht machen
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Fehler dürfen nur von Anfängern gemacht werden
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Man muß immer mit Fehlern rechnen
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Bestimmte Fehler dürfen überhaupt nie gemacht werden
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Experimentelle Fehler müssen limitiert und selektiv zugelassen werden
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Innovationen sind fehleranfällig
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Fehler darf man nicht machen Die erste und oberste Regel muß lauten, daß man Fehler nicht machen darf. Von dieser Maxime ausgehend, muß nun etwas differenziert werden.
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Fehler dürfen von Anfängern gemacht werden Für diese müssen geradezu Situationen und Testfälle geschaffen werden, damit sie möglichst rasch lernen können, richtig von falsch zu unterscheiden.Selbstverständlich müssen sie korrigiert, und bei besonders schweren Fehlern auch besonders trainiert werden. Ausbildung, Training und Einarbeitung haben aber selbstverständlich den Zweck, die Wahrscheinlichkeit von zukünftigen Fehlern zu reduzieren oder wenn möglich zu minimieren und nicht etwa, zum Fehlermachen aufzufordern.
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Man muß immer mit Fehlern rechnen Wichtig ist, daß die Leute mit ihren Chefs und Kollegen offen reden können; daß sie ihre Fehler, wenn sie Ihnen denn passieren, nicht aus Angst verheimlichen und vertuschen. Gute Führungskräfte richten in solchen Situationen ihren Blick und den des Mitrbeiters nach vorne. Der Fehler ist passiert und nun sind die Folgen zu reparieren.
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Bestimmte Fehler dürfen überhaupt nie gemacht werden Es gibt in jeder Organisation gewisse Dinge, bezüglich welcher überhaupt und niemals ein Fehler gemacht werden darf. Aus diesem Grunde werden gewisse Abläufe ja auch entsprechend abgesichert. Stellen Sie sich vor, Sie erlauben einem Arzt, einem Piloten, Krankenschwester/pfleger, AltenpflegerInnen elementare Fehler zu machen. Die Katastrophe wäre vorprogrammiert. Das ist z.B. der Grund, weshalb Flugzeuge nicht einen, sondern drei Bordcomputer haben. Welche Vorgänge Fehlerlosigkeit erfordern, muß jedes Unternehmen selbst entscheiden.
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Experimentelle Fehler müssen limitiert und selektiv zugelassen werden Es gibt gewisse Fälle, in denen mit einer größeren Fehlerhaftigkeit zu rechnen ist, ja wo nachgerade absichtlich Tests so angelegt werden, daß verborgene Fehler zutage treten. Es sind experimentelle Situationen, in denen nicht einfach beliebig Fehler gemacht werden dürfen, sondern wo sehr bewußt und systematisch mit Fehlern umgegangen wird.
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Innovationen sind fehleranfällig Jedes Innovieren bedeutet das Betreten von Neuland mit entsprechenden Risiken. Daß dabei mit mehr und größeren Fehlern zu rechnen ist, rechtfertigt natürlich nicht, daß man Fehler machen darf. Neues darf, ja muß sogar ausprobiert werden, aber selbstverständlich kontrolliert und nicht beliebig, auch nicht von jedem beliebigen Mitarbeiter.
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