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Blues und Motorrad
Motorrad-Veteranen
Der Motorveteranen-Sport-Club Herford
Uwe Goedereis - Blues- und Motorradfan
Uwe Goedereis, ein Bluesfreund und mittlerweile dufter Kumpel, frönt noch einem anderen exquisiten Hobby. Der Mann sammelt und restauriert alte Motorräder. Dazu fuhr und fährt er auch noch diverse Rennen. Davon zeugt die wirklich stattliche Anzahl von Pokalen. MENSCH UWE, wer putzt die "Pötte" eigentlich alle? Wie der Mann diese ganzen Termine neben seiner Arbeit noch auf die Reihe "kriegt", ist unwahrscheinlich.
Nachfolgend übernehmen wir einen Bericht, der am 06. April 2006 in der NEUEN WESTFÄLISCHEN veröffentlicht wurde. Fotos und Bericht von Nicole Sielermann.
Im Herzen jung
Löhner Uwe Goedereis restaurierte mit Werksfahrer Willi Danowski alte Dürkopp-Maschine
Neue Westfälische, 06.04.2006 - von Nicole Sielermann - Löhne: Sie ist alt und doch wieder ganz jung. Die Dürkopp MD 150 ist ein wahres Schätzchen. Eines, das unter den Händen vom Löhner Uwe Goedereis zu neuem Glanz erstrahlt ist. Nach alten Fotos und nach Vorgaben vom damaligen Dürrkopp-Werksfahrer Willi Danowski (73) hat der 46-jährige die Maschine restauriert. "Solche Original-Maschinen gibt es längst nicht mehr", weiß Goedereis.
Die Wurzeln bei Goedereis und Danowski sind die gleichen. "Wir kommen beide aus Ahlen." Und beide haben sich durch Zufall wieder getroffen. Von 1953 bis 1955 war der Münsteraner Danowski als Werksfahrer bei Dürkopp aktiv. "Die haben früher Motorräder und Autos gebaut und hatten teilweise bis zu 4.000 Mitarbeiter", erinnert sich Danowski. Der Polizeioberkommissar hatte damals selbst eine 150er Dürfkopp und ging aus Spaß bei einem Rennen an den Start. "Ich habe gleich auf Anhieb den 4. Platz belegt und daraufhin hat mich Dürkopp angesprochen."
Drei Jahre fuhr Danowski für das Bielefelder Unternehmen, stellte acht Bahnrekorde auf, errang 42 Siege sowie elf 2. und vier 3. Plätze in der Klasse 175 bis 250 ccm. Und er wurde zwei Mal Westfalen-Meister. "In der Saison 55 habe ich 25 Siege in Folge geholt." Etwas, das Danowski keiner nachgemacht hat. "Eine Deutsche Meisterschaft gab es damals nicht."
"Die hätte ich locker gewonnen", sagt er lächelnd. Geld sei damit damals allerdings nicht zu verdienen gewesen: "Es gab nur ein paar Mark und Ehrenpreise. Die ganze Familie wurde von mir mit Uhren versorgt", sagt Danowski lachend. Uwe Goedereis ist ein Liebhaber alter Maschinen. Und hat bereits eine Serienmaschine aus dem Bielefelder Haus besessen. Durch Zufall entdeckte er im vergangenen Jahr das Gerüst der alten Dürkopp und wurde aktiv. "Den Winter über habe ich gebastelt", sagt er lachend. Und ein wahres Schmuckstück geschaffen.
"Sie ist nicht lackiert, damit sie aussieht, wie 50 Jahre gestanden", erklärt der Löhner. Ein bisschen Patina hier und dort und Kratzer auf der Startnummer - fertig.
"Bremsen gab´s damals nur hinten." Und auch die Federung fehlte vorne. "Auf alles Überflüssige wurde verzichtet. Damit die Maschine leicht war." Hinten war außerdem das Rennpäckchen. Die weiche Polsterung für die rasanten Rennen. "Da haben wir damals richtig draufgelegen", erinnert sich Danowski.
Der Motor ist Original, nur der original Zylinder, der fehlt Uwe Goedereis noch. "Aber da werde ich wohl nicht mehr dran kommen", bedauert er.
Gelaufen hat die Dürkopp MD 150 bisher noch nicht. Doch Uwe Goedereis ist Optimist: "Schätzungsweise 100 Sachen" wird er ihr demnächst abverlangen. Und dan, wenn er mit ihr seine Runden dreht - ist auch Uwe Goedereis wieder ganz, ganz jung.
Originalbericht: Neue Westfälische, 06.04.2006-Nicole Sielermann
Kontakt:
Uwe Goedereis - email
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